
Politik im direkten Dialog – ein starkes Format am Gymnasium Bad Essen
Wie lässt sich politisches Interesse fördern und wie können insbesondere junge Menschen stärker in den demokratischen Dialog einbezogen werden? Das Gymnasium Bad Essen hat dazu am 27. August ein interessantes Beispiel geliefert.
Im Vorfeld der Landratswahl am 13. September stellten sich die Kandidatinnen und Kandidaten Anna Kebschull, Thomas Spieker, Alexander Bartz, Jörg Dilge, Prof. Dr. Thorsten Koch und Erik Frerker den Fragen der Schülerinnen und Schüler. Im Mittelpunkt standen mit Schule und Beteiligung, Mobilität sowie Gesundheit drei Themenbereiche, die für junge Menschen ebenso wie für die weitere Entwicklung des Landkreises von Bedeutung sind.
Besonders gelungen war aus unserer Sicht, dass die Schülerinnen und Schüler nicht nur Zuhörer waren. Die Politik-Arbeitsgemeinschaft des Gymnasiums hatte die Themen vorbereitet und führte unter Begleitung ihres Lehrers Herrn Wolking selbst durch die Diskussion. So entstand ein Format, bei dem Politik unmittelbar erlebt und unterschiedliche politische Positionen miteinander verglichen werden konnten.
OK! Bad Essen begrüßt solche Formen des direkten Austauschs ausdrücklich. Als Verein möchten wir dazu beitragen, gesellschaftlichen Zusammenhalt, politisches Bewusstsein und demokratische Beteiligung in unserer Gemeinde zu stärken. Dazu gehört auch, unterschiedliche Positionen kennenzulernen, miteinander ins Gespräch zu kommen und gerade jungen Menschen Möglichkeiten zur Beteiligung zu eröffnen.
Das Politikforum des Gymnasiums zeigt, dass hierfür nicht immer große oder komplizierte Veranstaltungsformate notwendig sind. Entscheidend ist, Menschen zusammenzubringen, Fragen zuzulassen und Raum für unterschiedliche Sichtweisen zu schaffen.
Daran könnte aus unserer Sicht auch über die Landratswahl hinaus angeknüpft werden. Bei zukünftigen Bürgerdialogen in Bad Essen wäre ein Austausch oder eine Zusammenarbeit zwischen OK! Bad Essen und der Politik-Arbeitsgemeinschaft des Gymnasiums eine interessante Möglichkeit. Jugendliche könnten eigene Themen und Fragestellungen einbringen und damit zugleich eine Perspektive vertreten, die in klassischen politischen Veranstaltungen nicht immer ausreichend zu Wort kommt.
Denn demokratischer Dialog lebt nicht nur davon, miteinander zu reden – sondern auch davon, wer die Fragen stellt und wer sich an der Diskussion beteiligt. Das Politikforum am Gymnasium Bad Essen hat dafür einen guten Impuls gegeben.
Der Vorstand im OK! Verein
stellv. Daniel Reitel







